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Abschnitte dessen Tenejapa
KUNST UND HANDWERK
Der Ort
Tenejapa liegt 28 km von San Cristóbal entfernt. Teil seines
kulturellen Erbes bilden die Kirche „San Ildefonso“, der
bizarre zehneckige Brunnen des Hauptplatzes und die Ruinen
der Kirche „San Sebastián“. Einen anderen Teil bildet die
starke traditionelle Verwurzelung. Sein Sonntagsmarkt ist
einer der prächtigsten der Gegend; ebenso farbenfroh sind
die Feierlichkeiten zu Ehren des Heiligen Santiago und der
Karneval. Die Frauen des Ortes sind geschickte Weberinnen;
ihre Huipiles (Frauenhemden) sind einzigartige Kunstwerke
und ihre Verzierungen basieren auf prähispanischen
Symboliken.
Tenejapa ist ein Ort und ein Gemeindebezirk (Municipio) im
mexikanischen Bundesstaat Chiapas und befindet sich in
zentraler Lage des Staates. Das Municipio liegt in der
Sierra Madre. Der Name kommt aus dem Nahuatl und bedeutet
„kalkhaltiger Fluss“. Das Municipio hat 33.600 Einwohner,
ist 99,4 km² groß und liegt 2060 m ü. NN. Tenejapa grenzt an
die Gemeinden Chenalhó, San Juan Cancuc, San Juan Cancuc,
Oxchuc, Huixtán, San Cristóbal de Las Casas, Chamula und
Mitontic.
KUNST UND HANDWERK:
Die Tracht aus Tenejapa: In Tenejapa herrscht ein gemäßigtes
und feuchtes Klima vor. Im Sommer kommt es zu starken
Regenfällen und im Winter ist es kalt. Aus diesen Gründen
sind die hier auf dem Hüftwebstuhl gefertigten
Kleidungsstücke aus Wolle.
Die Festlichkeiten zu Ehren des Schutzpatrons San Alonso
oder Idelfonso finden im Januar statt und die schönsten
Trachten sind zeremonieller Art und werden zu diesem Anlass
gefertigt.
Der Huipil der Frau ist aus weißer Baumwolle, die reich mit
Broschierungen aus naturgefärbter Wolle in Ocker-, Rot- und
Gelbtönen verziert ist. Die Ornamente sind rhombenförmig und
symbolisieren das Universum. Das Weben des broschierten
Huipiles lernten die Frauen dieser Gemeinde von den Frauen
aus Chenalhó, übertrafen diese jedoch bald in neuen Designs,
von denen einige heute noch gebraucht werden.
Die Männertracht besteht aus verschiedenen Stücken. Eines
von ihnen ist die Hose aus Baumwolle. Der Saum der kurzen
Beine ist mit einer broschierten Borte verziert, die
rhombenförmige Ornamente in Rottönen mit schwarzen Linien
zeigt. Der Hut ist sehr auffällig. Er ist gefärbt, genäht
und handgeflochten. Sein Kopfteil ist rund und die Krempe
breit und flach. Von der Krempe hängen fransenartig Büschel
von bunten Bändern in Grün, Gelb, Orange, Blau, Rosa, Lila
oder Violett herab. Er wird unter dem Kinn mit einem
gewebten Wollband gebunden, von dem bunte Troddeln in den
gleichen Farben wie die Bänder herabhängen. Die Tracht wird
durch eine rosenkranzförmige Kette mit Kristallperlen,
Münzen und einem Metallkreuz in der Mitte ergänzt. Unter den
religiösen Autoritäten ist sie Zeichen von Macht und
Prestige.
Korbwaren: In Zinacantán und Tenejapa werden Hüte aus
Palmstroh geflochten und mit Bändern verziert. Ihre
Herstellung dauert ca. 7 Wochen; das Nähen erfolgt mit der
Hand. Die große Bandbreite an Gebrauchsgegenständen reicht
von Körben über Strohmatten bis hin zu Teppichen. Sie sind
leicht zu transportieren und eignen sich daher hervorragend
dazu, jegliche Art von Lebensmitteln darin zu befördern. Die
Flechtwaren sind den Korbwaren verwandt.
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