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CHIAPAS

SAN CRISTÓBAL DE LAS CASAS

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Abschnitte dessen San Cristobal de las Casas
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ATTRAKTIONS- UND HISTORISCHE ARCHITEKTUR:
San Cristóbal de las Casas erwartet Sie mit dem malerischen Flair ihrer mit roten Ziegeln gedeckten Dächer, ihren herrlich gepflasterten Straßen und bemerkenswerten Beispielen kolonialer Architektur, die die historische Bedeutung dieser Stadt belegen.

Kathedrale von San Cristóbal: Die Kathedrale befindet sich am nördlichen Ende des Platzes des 31. März. Die Kathedrale liegt im Zentrum der Stadt. Als die Provinz Chiapa in den Stand einer Diözese erhoben wurde, wurde die bescheidene Kirche „La Asunción“, mit deren Konstruktion 1528 begonnen worden war, in die Kathedrale „San Cristóbal Martir“ verwandelt. Ihr erster rechtmäßiger Bischof war der Kirchenbruder Bartolomé de Las Casas. Das ursprüngliche einfache Gebäude wurde nach und nach von dem noch heute hier zu sehenden Gebäude ersetzt, mit dessen Bau im 17. Jahrhundert begonnen wurde und dessen Konstruktion erst im 20 Jahrhundert abgeschlossen wurde. Die letzten Restaurierungsarbeiten stammen aus dem Jahr 1920, weswegen das Gebäude klassizistische Details zeigt, wie z. B. die Seitenpforte, dessen Gestaltung aus der Abhandlung von Vignola stammt. Die Hauptfassade stammt aus dem 18. Jahrhundert und wurde im Barock-Stil errichtet. Ihre Außenfassade ist mit barocken Elementen gestaltet, während im Kircheninneren eine imposante Mörtel-Dekoration den Altargemälden im salomonischen Stil Geltung verschafft. Die Kathedrale birgt viele Schätze, die einen Besuch lohnend machen. Einer von ihnen ist die Kanzel, die zu den drei schönsten der Stadt gehört. Täglich geöffnet von 8:00 bis 19:00 Uhr.

Plaza Mayor 31 de Marzo (Park „Platz des 31. März“): Dieser Park, der von den wichtigsten religiösen Bauten und den Gebäuden der Stadtverwaltung umgeben ist, liegt im Stadtzentrum von San Cristóbal de las Casas, zwischen den Straßen Real de Guadalupe und General Urtilla und ist der Haupttreffpunkt der einheimischen Bevölkerung. Heute ist der Platz von Gebäuden der zivilen und religiösen Machtführer umgeben, und unter den Arkaden befinden sich verschiedene Geschäfte. In dem zu Beginn des 20. Jahrhunderts erbauten Pavillon finden zahlreiche künstlerische und volkstümliche Veranstaltungen statt. In der Kolonialzeit war der Platz das Zentrum öffentlichen Lebens, beherbergte den Markt und ein großer Brunnen diente der Wasserversorgung. Hierhin brachten die Indianer zwei Mal im Jahr - während der Festlichkeiten zu Ehren des Heiligen „San Juan“ und zu Weihnachten - ihre Abgaben.

Kirche und ehemaliges Kloster von Santo Domingo de Guzmán: Das ehemalige Konvent, eines der schönsten und bedeutendsten der Stadt, befindet sich in der Straße des 20. Novembers. Die Fassade ist verziert mit Elementen im barock-salomonischen Stil und Ornamenten indigener Motive aus Mörtel. Besonders hervorzuheben ist die Präsenz zweier Adler, die die beiden Seiten der Skulptur Santo Domingos flankieren. Der Grundstein der Kirche wurde 1547 von Francisco Marroquín, Bischof von Guatemala, gelegt. Die heutige Kirche stammt offensichtlich aus dem 17. Jahrhundert, wobei jedoch auch frühere Stilelemente mit einflossen. Das Äußere der Kirche wurde im Laufe der Zeit verändert. Die Fassade scheint z. B. in zwei Strukturen eingebettet gewesen zu sein, von denen die südliche vollständig verschwunden ist und nur noch einige Überreste an der Kirchenwand zu sehen sind. Das hervorstechende Merkmal der Kirche ist ihre Fassade, die als ein monumentales Altarbild aus Mörtel gestaltet ist und sowohl guatemaltekische Einflüsse, als auch solche aus Oaxaca zeigt. Sie ist reich geschmückt und zeigt ein großes dominikanisches Wappen. Auch die Verzierungen aus Mörtel, die die ganze Fläche bedecken, verdienen besondere Aufmerksamkeit. Man kann dort die verschiedensten Motive entdecken, was sie zu einer der reichverziertesten Kolonialfassaden Mexikos und Zentralamerikas macht. Um die unterschiedlichen Ornamente zu entdecken, muss man ganz genau hinschauen: es gibt Anagramme, Engelchen, Meerjungfrauen oder Personen zwischen Löwen zu entdecken. Möglicherweise diente das Dominikanerhaus in Antigua (Guatemala) als Vorbild. Die Kanzel ist von außergewöhnlicher Schönheit. Sie erhebt sich auf einem durch reiche Schnitzereien verzierten Sockel und ähnelt einem prächtigen Goldkelch. Sie ist eine der schönsten Kanzeln Mexikos. Täglich geöffnet von 8:00 bis 19:00 Uhr.

Kirche „La Merced“ und Bernstein-Museum: Dies war das erste Kloster San Cristóbals, in dem sich 1537 die Mercedarier niederließen. Über die ganze Zeit hinweg war es ein bescheidenes Gebäude, da der Orden nie zu großem Einfluss gelangte. Während der Amtszeit von Porfirio Díaz wurde die Kirche im neoklassischen Stil renoviert. Gleichzeitig wurde das Kloster zum Gefängnis umfunktioniert und der auffällige Festungsturm angebaut. Die Sakristei behielt von ihrer ursprünglichen Form einen romanischen Bogen, der mit floralen Motiven und Mörtelreliefs, die Sonne und Mond zeigen, verziert ist und von einer dicken Säule getragen wird. Unter den Malereien befindet sich ein doppelköpfiger Adler und die Jahreszahl 1759. Das Kloster wurde später zum Stadtgefängnis und beherbergt heute das Bernstein-Museum, in dem außergewöhnliche Stücke des versteinerten Baumharzes gezeigt werden. Der Bernstein wird in Minen des Bundesstaates Chiapas abgebaut, die - neben den Vorkommen der Dominikanischen Republik - die einzigen des amerikanischen Kontinents sind.

Kirche Del Carmen: Diese Kirche befindet sich in der Straße Hermanos Domínguez, Ecke Miguel Hidalgo. Die Kirche wurde im 17. Jahrhundert erbaut und im 18. Jahrhundert um eine Kapelle ergänzt. Von dem alten Kloster „La Encarnación“ (wie es in der Kolonialzeit genannt wurde) sind keine Überreste mehr zu finden. Die L-förmige Kirche umschließt einen kleinen Platz. Sie besteht aus einem einzigen Schiff mit Holzdecke und Ziegeldach und ihr Hauptbogen öffnet sich zur Hauptkapelle hin. Nach der Überschwemmung von 1652 wurde der weit sichtbare Turm errichtet. Der Eingang liegt auf der Seite des Platzes, wie bei vielen neuspanischen Kirchen mit angeschlossenem Kloster. 1993 vernichtete ein Feuer die Schätze von „El Carmen“. Das angrenzende Haus ist ein hervorragendes Beispiel für die einheimische Architektur von San Cristóbal und beherbergt heute das Kulturzentrum „El Carmen“. Täglich geöffnet von 8:00 bis 19:00 Uhr.

Kirche San Nicolás: Erbaut zwischen 1613 und 1621, ist sie die einzige Kirche, die ihre einfache Form behalten hat. Der Bau verweist auf den Mudejar-Stil. Er besteht aus einem Schiff mit Kassettendecke und Satteldach aus Holz und Dachziegeln. Die schlichte Fassade ist aus Stein und Ziegeln erbaut und zeigt die typische vielfarbige Patina der einheimischen Architektur. Heute beherbergt das Gebäude das Diözesan-Museum, das sich im hinteren Teil der Kathedrale befindet. Ein Museumsbesuch muss zuvor angemeldet werden.

Kirche „La Caridad“: Die Kirche gehörte zum Hospital und Kloster des Ordens „San Juan de Dios“, von denen jedoch keine Überreste mehr vorhanden sind. Ihre Errichtung wird auf das Jahr 1712 datiert. Im selben Jahr brach der Aufstand der Tzeltal-Indianer aus, zu dem die Kirche in besonderer Verbindung stand: Die treibende Kraft des Kirchenbaus, Bruder Juan Bautista Álvarez, Bischof von Chiapa und Soconusco, war indirekt für den Aufstand verantwortlich, da er von den Indianern hohe Abgaben für den Bau der Kirche forderte. Dies schadete der sowieso schon kärglichen Wirtschaft der Indianer-Gemeinden. Eine Kuppel mit Laterne und Fenstern lenkt das Licht auf das spektakuläre Hauptaltarbild, das eines der schönsten der Stadt ist. Es ist der Jungfrau „de la Caridad“ gewidmet, die zur Zeit des Tzeltal-Aufstandes „die Schutzpatronin der Waffen der Provinz Chiapa“ war. Nachdem die Rebellion niedergeschlagen worden war, wurde sie zur „besonderen Beschützerin der Stadt und der Diözese“ und zur Oberbefehlshaberin der Armee ernannt.

Kirche „San Francisco“: Die Franziskaner ließen sich im Jahre 1577 in Ciudad Real nieder, konnten es jedoch nie mit der starken Vorherrschaft der Dominikaner aufnehmen. Ihre Kirche wurde vom 17. bis zum 18. Jahrhundert als einschiffiger, mit Stuckarbeiten verzierter Bau errichtet. Die Fassade sticht besonders wegen ihrer Fenster und der einfachen Mörtelverzierungen hervor. Die Sockel der Wandpfeiler wurden einem guatemaltekischen Modell nachempfunden, das zu der Zeit in Antigua (Guatemala) Mode war. Die Kanzel gehört zu den drei schönsten Kanzeln von San Cristóbal. Geht man von der Kirche über die Straße Insurgentes weiter in Richtung Santa Lucia, findet man an der Ecke von Hermanos Dominguez und einem kleinen Platz eines der schönsten neoklassischen Häuser der Stadt. Dort steht ebenfalls das Denkmal von Bruder Bartolomé de Las Casas, das zu Beginn des letzten Jahrhunderts dort errichtet wurde.

Casa de la Sirena (Haus der Meerjungfrau): Das Haus der Meerjungfrau befindet sich auf der Südseite des Platzes des 31. März. Dieses Gebäude ist eines der bemerkenswertesten Beispiele einheimischer Kolonialarchitektur. Es wird angenommen, dass es einst dem spanischen Eroberer Andrés de la Tovilla, Waffengefährte Pedro Portocarrereos und Besitzer der Region von Copanaguastla, gehörte. Die Vorderseite aus Ziegeln und Mörtel wurde wahrscheinlich im 16. Jahrhundert nach einem schlichten Entwurf im Plateresk-Stil errichtet. Die Tür mit Wappen wird von bizarren Säulen eingerahmt, an deren Spitze verspielte Löwen zu sehen sind. Das obere Fenster befindet sich zwischen zwei doppelköpfigen Adlern; ein anderes Fenster ist mit Mörtelfiguren geschmückt, die Meerjungfrauen oder Schlangenfrauen zeigen. Seinen Namen hat das Haus (übersetzt: „Haus der Meerjungfrau“) von einer plumpen Meerjungfrau aus Stein, die an der dem Platz gegenüberliegenden Ecke steht.

Rathaus: Sein Grundstein wurde 1885 gelegt, um das vorherige Gebäude zu ersetzen, das 1863 von den aufständischen Truppen, angeführt von Juan Ortega, während er republikanischen und imperialistischen Kämpfe niedergebrannt worden war. Das ursprüngliche Ziel war, ein Gebäude zu errichten, das den ganzen Block einnehmen sollte, um die Landesregierung zu beherbergen. Als die Stadt jedoch ihren Status als Landeshauptstadt verlor, wurde stattdessen lediglich ein Viertel des geplanten Umfanges gebaut. Das Gebäude ist ein gutes Beispiel für den neoklassischen Stil, der von Carlos Z. Flores in San Cristóbal eingeführt wurde - mehr als 100 Jahre nachdem dieser Stil schon in anderen Teilen Mexikos und Guatemala aufgetreten war. Flores besaß wahrscheinlich eine Kopie der Abhandlung von Vignola aus dem 16. Jahrhundert, die in einer Ausgabe aus dem Jahre 1858 in Umlauf war. Sein Entwurf für diesen Stadtpalast ist eine fast originalgetreue Kopie der Abbildungen dieser Abhandlung. Wenn auch im neoklassischen Stil erbaut, behält der Bau doch den traditionellen Gebrauch des Portals bei, wie es auch bei anderen, älteren Regierungsgebäuden Zentralamerikas zu sehen ist.

Markt: Der Markt befindet sich an der Avenida „General Miguel Utrilla“, sechs Blocks nördlich des Platzes „31 de Mayo“. Hierher kommen viele Indianer der umliegenden Gemeinden, was ihn zu einem bunten, interessanten Ort macht.

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Ç Chiapas, San Cristobal de las Casas, Cathedral - Photo by German Murillo-Echavarria 1006
  Chiapas, San Cristobal de las Casas, Cathedral
Ç Chiapas, San Cristobal de las Casas, Main Square, Plaza 31 de Marzo, Rotonde, Restaurant - Photo by German Murillo-Echavarria 1006
  Chiapas, San Cristobal de las Casas, Main Square, Plaza 31 de Marzo, Rotunda
Ç Chiapas, San Cristobal de las Casas, Church of Santo Domingo, Facade - Photo by www.Luxuriousmexico.com 0507
  Chiapas, San Cristobal de las Casas, Church of Santo Domingo, Facade
Ç Chiapas, San Cristobal de las Casas, Church of La Merced - Phot by SECTUR
  Chiapas, San Cristobal de las Casas, Church of La Merced
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  Chiapas, San Cristobal de las Casas, Church of San Nicolas, Altar
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