| |
Abschnitte dessen San Cristobal de las Casas
ARCHÄOLOGIE
ATTRAKTIONS- UND HISTORISCHE ARCHITEKTUR
FESTE UND TRADITIONEN
GASTRONOMIE
HOTEL ÖBERNACHTUNG
KUNST UND HANDWERK
MUSEEN
NACHTLEBEN
ÖKO-TOURISMUS UND FREILUFTAKTIVITÄTEN
SHOPPING
San Cristóbal
de las Casas liegt im Zentrum des Bundesstaates Chiapas, 85
km östlich von Tuxtla Gutiérrez, seiner Bundeshauptstadt, in
einer Zone milden und feuchten Klimas, die eine
durchschnittliche Jahrestemperatur von 15°C und sommerliche
Regenperioden aufweist.
In dieser Stadt, die aufgrund ihrer architektonischen
Meisterwerke eine der schönsten in ganz Mexiko ist, können
Sie imposante religiöse Bauten wie die Kathedrale oder die
Kirche von Santo Domingo besichtigen, deren Fassade mit
barocken und indigenen Motiven aufwendig verziert ist;
letztere verewigen das kulturelle Vermächtnis der im Umland
angesiedelten indianischen Ethnien der Tzotziles, Tzeltales
und Lakandonen. Ebenso können Sie die interessanten
Sammlungen der anthropologischen und traditionsreichen
Institutionen wie des Museums „Na Bolom“ oder des
Kulturzentrums des Hochlandes von Chiapas „Centro Cultural
de los Altos de Chiapas“ kennen lernen, die Kunsthandwerk,
Objekte des täglichen Lebens und vorhispanische Funde dieser
indianischen Kulturen zur Schau stellen.
In der Umgebung von San Cristóbal de las Casas werden Sie
Zeugen des magischen Ambientes, das in den Dörfern wie San
Juan Chamula herrscht, welches Schauplatz eines der
farbenfrohsten und traditionsreichsten Karnevals dieser
Region ist. Von dort aus können Sie einen Ausflug in
wunderschöne Naturgegenden wie das ökologische Reservat
Huitepec starten, in dem Sie einige Musterexemplare der
überaus mannigfaltigen Tier- und Pflanzenwelt erkunden
können, oder El Arcotete, der eindrucksvolle Felswände von
mehr als 30 m Höhe besitzt, wo Sie herrliche
Freeclimbing-Touren unternehmen können.
GESCHICHTE:
Nur 83 km liegen zwischen Tuxtla Gutiérrez und San Cristóbal
de Las Casas. Auf dieser Strecke überwindet man einen
Höhenunterschied von über 1500 m und lässt die warme Zone
mit ihren laubabwerfenden Bäumen hinter sich, um in kältere
Zonen mit Nadelwäldern hinaufzusteigen. Ebenfalls verändert
sich mit der Höhenlage das wirtschaftliche, menschliche und
kulturelle Panorama. San Cristóbal ist das Herz von Los
Altos, dem Hochland. Diego de Mazariegos gründete die
Hauptstadt der Region, Villa Real, am 5. März 1528 an den
Ufern des Río Grande, nur eine kurze Strecke von der
Hauptstadt von Chiapa entfernt, die er am 31. März desselben
Jahres in das liebliche Jovel-Tal verlegte. Schon kurz
darauf, im Jahre 1535, wurde der Ort zur Königsstadt erhoben
und erhielt sein Wappen von König Carlos V. von Spanien.
Papst Paul III ernannte ihn 1538 zum Bischofssitz.
Die erste Diözese von Chiapas wurde am 1. März 1593 von
Papst Paul III ins Leben gerufen. Als erster Bischof wurde
Don Juan de Arteaga ernannt, der jedoch verstarb, bevor er
San Cristóbal erreichte. An seiner statt wurde der
Dominikanermönch und päpstliche Missionar Bartolomé de Las
Casas zum Bischof geweiht. Er begann mit dem Aufbau von
Klöstern und der Stärkung der religiösen Gemeinschaft der
Mönche, die ohne Unterlass für die Ausbreitung des
Königreichs Gottes kämpften.
San Cristóbal de Las Casas ist eine der schönsten
Kolonialstädte Mexikos. Seine ruhigen und freundlichen
Straßen werden von großen, mit roten Ziegeln gedeckten
Häusern gesäumt, deren Innenhöfe voller Blumen sind. Hier
verbergen sich religiöse Denkmäler kolonialen und
zentralamerikanischen Einflusses, was der Stadt den
Charakter einer Grenzstadt gibt. Ebenso bemerkenswert sind
die kleinen Plätze und Gebäude im Plateresk-, Barock- oder
neoklassischem Stil aus dem 16. und 19. Jahrhundert.
Die Indios der umliegenden Dörfer kommen nach San Cristóbal,
um Textilien, Keramik, Früchte und Gemüse auf den lebhaften
Märkten der Stadt anzubieten. San Cristóbal ist ebenfalls
Ausgangspunkt für den Besuch verschiedener nahegelegener
Maya-Dörfer. Die Bevölkerung umfasst ca. 132.317 Einwohner.
HOTEL ÖBERNACHTUNG:
Parador San Juan de Dios
Hotel Posada Real de Chiapas
Hotel Plaza Magnolias
Hotel - Museum Casa Na Bolom
Hotel Casa Felipe Flores
ARCHÄOLOGIE:
ARCHÄOLOGISCHE FUNDSTÄTTE TONINÁ:
In der Umgebung San Cristóbals finden Sie
einige der wichtigsten und am besten erhaltenen
archäologischen Stätten der Maya-Kultur. Um zur Fundstätte
zu gelangen, fährt man über die Landstraße von Palenque in
Richtung Ocosingo; von dort aus führt eine asphaltierte
Landstraße zur 11 km entfernten Ruinenstadt. Toniná bedeutet
„Haus der großen Steine“ und war zwischen 600 bis 900 n.
Chr., zur Zeit der Spätklassik, ein Zeremonie-Zentrum der
Maya-Kultur. Gefangene in Stuck und Stein zeugen davon, dass
diese Kultur über ein großes Militärpotenzial verfügte. Ihr
bedeutendster Herrscher war Tzots Choj, auch „Murcielago-Tigre“
(Fledermaus-Tiger) genannt. Die Akropolis wurde auf
natürlichen Geländeerhebungen errichtet. Auf ihrer
Grundfläche befindet sich ein großer Platz mit einem
Ballspiel, verschiedene Tempel, Altäre und Stelen, die
sieben Ebenen bilden. Unter ihnen treten besonders die
dritte mit dem „Palast der Unterwelt“ und die vierte mit dem
„Palast der Mäander und des Krieges“ hervor. Unter ihnen
ragen heraus: der Palast der Mäander und des Krieges, der
Gefangenentempel und der „Räuchernde Spiegel“ sowie ein
Kodex, eine Stuckarbeit mit Inschriften, welche unter dem
Namen „Wandmalerei der vier Sonnen“ bekannt ist und die
Legende der vier kosmischen Zeitalter schildert. Das
fantastische, im Jahre 2000 eingeweihte Ortsmuseum
vervollständigt den Besuch. Geöffnet von Dienstag bis
Sonntag von 10:00 bis 17:00 Uhr.
FESTE UND TRADITIONEN:
Die
wichtigsten religiösen Festlichkeiten San Cristóbals finden
während der Osterfeiertage statt, wenn die traditionelle
„Prozession der Kreuzigung“ sowie eine Samstagsmesse
abgehalten wird, mit der sich der Tag der Auferstehung
ankündigt.
-
Januar: das Neue Jahr wird mit Messen,
Umzügen und Feuerwerk gefeiert.
-
Februar und März gefeiert wird, ist der
Karneval von San Juan Chamula. Während dieser
Feierlichkeit werden Umzüge, Messen und
Reinigungsrituale abgehalten, letztere beinhalten einen
Lauf über glühende Kohlen.
-
Karwoche (März oder April): In ganz
Chiapas gibt es Prozessionen und besondere Messen. In
einigen Dörfern werden „Judas“-Figuren aus Papiermaché,
die oft Karikaturen von bekannten historischen oder
aktuellen Persönlichkeiten darstellen, verbrannt.
-
7 Tage nach Ostersonntag: Das „Fest des
Frühlings und des Friedens“ wird mit Umzügen und
buntgeschmückten Wagen gefeiert. Ebenso finden soziale,
kulturelle und Sportveranstaltungen statt.
-
17. bis 25. Juli: Zu Ehren des
Schutzpatrons der Stadt „San Cristóbal Martir“ werden
spezielle Messen gefeiert und Umzüge organisiert.
-
16. September: An diesem Tag wird die
Unabhängigkeit Mexikos mit dem traditionellen "Grito“ -
dem Ruf der Unabhängigkeit - gefeiert.
-
und 2. November: An Allerheiligen und
Allerseelen, dem mexikanischen „Totentag“ werden
verschiedenste Gaben zu den Gräbern der Verstorbenen
gebracht, um deren Seelen, die nach dem Volksglauben an
diesen Tagen die Erde besuchen, willkommen zu heißen.
Wichtiger Teil der Gaben sind spezielle Gerichte und die
Hausaltäre oder Gräber, wo die Familie den 2. November
im Gebet verbringen, werden mit Blumen geschmückt.
-
Zwischen November und Dezember wird ein
Fackelzug zu Ehren der Jungfrau Guadalupe veranstaltet,
an dem Gruppen junger Pilgere teilnehmen, deren Mission
es ist, gruppenweise nach Mexiko-Stadt, Oaxaca oder
Guatemala zu pilgern und auf der Rückreise mit der
brennenden Fackel in San Cristóbal einzulaufen,
rechtzeitig zum Fest der Jungfrau Guadalupe am 12.
Dezember.
-
12. Dezember: An diesem Tag wird die
Schutzheilige Mexikos, die Jungfrau von Guadalupe, mit
Messen, Pilgerreisen und
GASTRONOMIE:
In San Cristóbal de las Casas
können Sie die kulinarischen Spezialitäten mestizischer
Tradition genießen, die mit Schweinefleisch und Gewürzen
zubereitet werden: Tamales in Chipilin-Blättern, gefüllte
Maisteigtaschen, Chalupas genannt, und mit Gemüse gefüllte
Chilischoten sowie den köstlichen Braten der hiesigen
Region.
Ebenso sollten Sie den vorzüglichen Eintopf, Cocido genannt,
probieren, der Schweine- und Rindfleisch sowie Gemüse
enthält, oder auch die Brotsuppe, Safranzunge und das Ragout
auf Soconusco-Art (Innereien vom Lamm, mit Reis serviert).
Dieses köstliche Mahl können Sie mit einem erfrischenden
Punsch oder einem Tascalate, ein Getränk aus gegorenem Mais,
begleiten.
MUSEEN:
In San Cristóbal de
las Casas können Sie sehenswerte Einrichtungen besuchen, die
die bedeutendsten historischen und kulturellen Aspekte der
indianischen Ethnien dieser Region präsentieren.
Kulturzentrum Museum des Hochlandes von Chiapas: Das
Kulturzentrum ist in den Räumlichkeiten des alten
dominikanischen Klosters von Santo Domingo in der Straße des
20. Novembers untergebracht. Hier sind eine Reihe von
Objekten und Bildern ausgestellt, die die wichtigsten
historischen Ereignisse der Stadtgeschichte illustrieren. Es
beherbergt einen Saal mit der Geschichte San Cristóbals, in
dem die wichtigsten historischen Ereignisse der vergangenen
Jahrhunderte dargestellt werden. Unter seinen Stücken
stechen besonders die „Silberblätter des Granatapfels“
hervor, die früher im Sanktissimum der Kathedrale aufbewahrt
wurden. Sie sind ein Meisterwerk der hiesigen
Silberschmiedekunst und bildeten den Hauptteil des verloren
gegangenen Chorgestühls. Hier kann man das
Kunsthandwerksgeschäft „Sna Jolobil“ (aus der
Tzotzil-Sprache: „Weberei“) besuchen, das Textilien mit
prähispanischen Ornamenten aus der Maya-Kosmovision
verkauft. Geöffnet von Dienstag bis Sonntag von 10:00 bis
17:00 Uhr.
Museum „Na-Bolom - Haus des Jaguar"): Dieses Museum
befindet sich an der Ecke der Calzada Frans Blom mit Av.
Vicente Guerrero Nr. 33. Das Museum befindet sich in einem
großen Haus aus dem 19. Jahrhundert und wurde von dänischen
Anthropologen und Philantrophen Frans Blom und seiner
Ehefrau Gertrude Blom. Hier können vielfältige
kunsthandwerkliche Gegenstände der Region bewundert werden.
In einem der Ausstellungsräume sind Maya-Keramiken und
Gebrauchsgegenstände der Lakandonen-Indianer (Bewohner der
Selva Lacandona) ausgestellt. Ein anderer Raum ist der
archäologischen Fundstätte Moxiviquil gewidmet und ein
dritter zeigt traditionelle Textilien. Hier befindet sich
auch die Bibliothek „Fray Bartolomé de Las Casas" mit mehr
als 10.000 Büchern über die Geschichte, Kultur und
Anthropologie der Region. Zum Museum gehören ebenfalls
Bereiche für wechselnde Ausstellungen, eine Hemerothek, eine
Fotothek und eine Kapelle mit religiösen Kunstwerken. Hinter
dem Haus befindet sich der Botanische Garten. Täglich
geöffnet von 10:00 bis 17:00 Uhr.
Museum Casa de Jade (das Jade-Haus): Im historischen
Zentrum San Cristóbals wurde vor kurzem die „Casa de Jade" -
das Jade-Haus - eröffnet. In einem Ausstellungssaal werden
archäologische Stücke der Mocaya-Kultur ausgestellt, die
schon vor den Olmeken und Maya an der Küste Chiapas lebte.
Ebenfalls findet man hier eine große Auswahl an Jadeschmuck,
von denen jedes Stück wegen seiner Färbung, die von einem
weißlichen Grün über rosa-lila Töne bis hin zu einem fast
schwarzen Grün reichen kann, besticht. Die
„Casa de Jade"
garantiert die Authentizität ihrer Stücke. Die
spektakulärste Sehenswürdigkeit der „Casa de Jade" ist die
Grabstätte des elften Herrschers von Palenque: Pakal. Das
Mausoleum zeigt eine hervorragende Nachbildung des Grabes
dieses Herrschers, dessen Original im Tempel der Inschriften
in Palenque zu finden ist. Dort war Pakal mit einer
wunderschönen Jademaske, Schmuckstücken und anderen
Grabbeigaben beigesetzt worden. Die
„Casa de Jade"
befindet sich in der Straße „16 de Septiembre" Nr. 16.
Führungen werden jeden Tag um 12.00 Uhr und um 21.00 Uhr
angeboten.
Kulturzentrum „El Carmen": Drei Blocks vom Platz „31
de Mayo" entfernt liegt es an der Avenida Hidalgo. Der
Komplex setzt sich aus einer Reihe alter und moderner
Gebäude zusammen, und beherbergt das Gebäude der Schönen
Künste, die öffentliche Bibliothek und das Kongresszentrum.
SHOPPING:
Um Ihre Einkäufe zu
realisieren, empfehlen wir Ihnen, den Textilien- und
Kunsthandwerksmarkt zu besuchen, der nahe der Kathedrale
liegt, sowie „La Casa de Artesanías“ in der Straße Hidalgo
und den Markt „José Castillo Tielemans“, den Sie auf den
Straßen General Utrilla und Díaz Ordaz finden. In den
Töpferläden und Korbflechtereien auf der Straße Real de
Guadalupe können Sie jede erdenkliche Art von Reiseandenken
erwerben.
NACHTLEBEN:
San Cristóbal ist
eine friedliche Ortschaft, die dennoch zahlreiche Optionen
bietet, die Nacht durchzumachen: gut besuchte Bars mit
besonderem Ambiente und einem internationalen Publikum,
ausgezeichnete Diskotheken sowie Restaurants mexikanischer
und internationaler Küche, in denen Live-Musik gespielt
wird.
Preise, Reservierungen, Verfügbarkeit und Buchungen erfragen
Sie bitte unter:
visit@luxuriousmexico.com
 |
|
|
|
|