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Abschnitte dessen Comitan de Dominguez
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ATTRAKTIONS- UND HISTORISCHE
ARCHITEKTUR:
Kirche Santo Domingo: Es wird angenommen, dass sich
die Dominikaner 1556 in Comitán niederließen. Die Kirche
wurde im Laufe ihrer Geschichte verschiedentlich verändert.
Z. B. wurde das Dach 1866 komplett ausgewechselt und die
Kapelle der „Purísima Concepción“ stammt aus dem Jahr 1873.
Die Kirche ist Hauptschauplatz der Festlichkeiten zu Ehren
des Heiligen „Santo Domingo“. Die neoklassische Hauptfassade
und der kubische Kirchturm betonen den spanischen
Mudejarstil. Dem einstöckigen Hauptschiff wurden später zwei
seitliche Kapellen hinzugefügt. Der in Marmor gehaltene
Hauptaltar wurde im Jahr 1956 zum Gedenken der
400-Jahresfeier Comitáns restauriert.
Der Turm ist das bemerkenswerteste Element des Baus. Aus
einer Reihe massiver Würfel errichtet, erinnert er an
nordafrikanische Minarette. Er ist ebenfalls mit den
Mudejar-Türmen der dominikanischen Kirchen verwandt. 1983
wurden im Innern des Turmes vier Ebenen von Blindbögen
entdeckt, die an italienische Stilrichtungen des
Mittelalters erinnern. Die Täfelungen, durch die
südspanischen Mudejar-Holzarbeiten inspiriert, waren eine
praktische Lösung für die Dachverkleidung des 16.
Jahrhunderts; diese Täfelungen stammen aus dem 19.
Jahrhundert und ersetzten und imitierten das Original. Die
Kirchenfenster stammen aus der Mitte des 20. Jahrhunderts
und tauchen das Innere der Kirche in bunte Schatten. Auf
ihnen sind Kirchengelehrte (San Agustín und Santa Teresa),
Apostel (San Pedro und San Pablo) und kreolische Heilige des
amerikanischen Kontinents (Santa Rosa de Lima und San Felipe
de Jesús) zu sehen.
Rathaus: Das Gebäude wurde zu Beginn des 19.
Jahrhunderts auf Anweisung des Politikers Eleuterio Aguilar
errichtet. Nach und nach wurden Umbauten vorgenommen, denen
z. B. die Arkaden und die neoklassischen Balkone zum Platz
hin zu verdanken sind. Sein Innenhof wird von der Statue des
Helden und Namensgebers der Stadt, Belisario Dominguez,
beherrscht und der Treppenaufgang ist mit historischen
Wandmalereien Manuel Suasnávars geschmückt.
Stadttheater „Junchavín“: Das Theater vervollständigt
gemeinsam mit der Dominikanerkirche und dem Rathaus das
präsenzvolle Dreieck von Kunst, Kirche und Regierung. Das
imposante Gebäude, das im neoklassischen Stil erbaut wurde
und typisch für die Regierungszeit Porfirio Díaz' ist,
gehörte zunächst Natalia Rovelo Argüello, bevor es von dem
Geschäftsmann Daniel Zebadua aus San Cristóbal gekauft und
in ein Theater verwandelt wurde. Nach einem Brand im Jahre
1940 wurde es renoviert und in ein Kino verwandelt. Erst in
den 80er Jahren wurde es wieder zum Stadttheater umgebaut
und erhielt den Namen „Junchavín“. Es ist das hauptsächliche
Szenarium für Theateraufführungen, Kultur- und andere
öffentliche Veranstaltungen Comitáns.
Kirche „San Caralampio“: Erbaut im Jahr 1852, zu
Ehren des Heiligen Caralampio, desjenigen Märtyrers, der
nach der Cholera- und Pockenepidemie, welche die
Stadtbevölkerung zur Mitte des 19. Jahrhunderts geisselte,
angebetet wurde. Ihre besondere Lage auf einem Hügel erhöht
ihre mystische Präsenz. Die Fassade ist nach volkstümlichem
Geschmack gestaltet und ohne Zweifel an neoklassische
Vorbilder angelehnt. Im Innern findet sich derselbe
neoklassische Stil, jedoch in feinerer Ausführung. Er
dominiert die korinthischen Säulen, den Hauptbogen mit
Kassettendecke und gezacktem Obersims. Der Dachstuhl ist aus
Holz und Ziegeln und das Chorgestühl ist ebenfalls aus Holz.
Die drei Altarnischen beherbergen die Jungfrau von Lourdes,
das „Sagrado Corazón de Jesús“ und den Schutzpatron
Caralampio. Eine der wichtigsten Stadtfestlichkeiten
Comitáns ist die von “San Caralampio”, die zwischen dem 11.
und 20. Februar im Stadtviertel “La Pila” abgehalten wird.
Kirche “San Sebastian”: Die Erbauung dieser am
Hauptplatz des Stadtviertels “San Sebastian” gelegenen
Barrok-Kirche datiert vom Beginn des 17.Jahrhunderts. Hier
predigte der Ordensbruder Fray Matias de Córdova y Ordoñez
(dessen Skulptur am Vorplatz zu sehen ist), welcher zusammen
mit dem Volk am 28. August 1821 die Unabhängigkeit des
heutigen Bundesstaates Chiapas von Guatemala ausrief.
Copanaguastla: Diese Kirche befindet sich in der
Gemeinde Socoltenango, 45 Minuten von Comitán entfernt und
ist über die Landstraße nach Tzimol zu erreichen. Es handelt
sich um eine im Laufe der Zeit verfallene Kirche. Trotzdem
sind noch sehr viele der architektonischen Elemente erhalten
für die sich ein Besuch lohnt. Die Dominikanermönche, unter
denen sich auch Bruder Domingo de Ara befand, bauten hier
ihre zweite chiapanekische Niederlassung. Der Bau wurde nach
1556 vermutlich unter der Regie des Mönches Francisco de la
Cruz errichtet, und nach seiner Größe zu schließen, sollte
er zu einem großen Evangelisationszentrum werden. Im 16.
Jahrhundert schien der Landstrich in den Augen der Mönche
mit einzigartigen Vorteilen gesegnet zu sein: Baumwolle
wurde angebaut, Mineralien waren vorhanden, es bestanden
Möglichkeiten zur Viehzucht und die Lage zur Heerstraße nach
Guatemala war günstig. Trotz allem wurde das Kloster zu
Beginn des folgenden Jahrhunderts verlassen. Legenden
erzählen davon, dass die Verehrung prähispanischer Götter,
die hinter dem Hauptaltar der Kirche versteckt waren, die
Strafe Gottes auf sich zog. Aufgrund historischer Umstände
behielt die Kirche von Copanaguastla ihren originalen
architektonischen Charakter bei, wodurch sie für die
Erforschung der chiapanekischen und zentralamerikanischen
Kolonialkunst besonders wichtig ist.
San José Coneta: Es wir angenommen, dass dieses alte
Dorf vor 1596 von Bewohnern, die die Sprache Coxoh sprachen,
als eine Zweigstelle der Dominikaner von Comitán gegründet
und vermutlich im 18. Jahrhundert wieder verlassen wurde.
Seine Kirche, wahrscheinlich aus dem 17. Jahrhundert,
besitzt eine außergewöhnliche Fassade, die sie zu einem der
wichtigsten Kunstwerke der chiapanekischen Kolonialkunst
macht.
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